Portugal
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Sonntag, 28. August 2016

Was wäre Portugal ohne Tosta Mista?

Ganz ehrlich? Ich will es mir gar nicht vorstellen! 

Wir lieben diese knusprige Brotscheiben, welche morgens, mittags und abends angeboten werden. Frühstücken die Portugiesen etwas mehr als nur ein Café und ein Kuchen, so sieht man sie genüsslich in ein Tosta com manteiga oder eben Tosta Mista beissen. Das erste ist ein einfaches gegrilltes Brot mit Butter, was gerade bei den jüngsten oder ältesten Einheimischen beliebt ist. Wer es etwas herzhafter mag, bestellt sich ein Tosta Mista - ein Schinken-Käse Toast. 


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BROT

Klassisch verwendet man das Brot "Pão Alentejano" - eins der Grundnahrungsmitteln in Portugal welches in jeder Bäckerei, Supermarkt oder Café des Landes leicht zu bekommen ist. Ja, auch in den meisten Cafés kann man sein tägliches Brot erwerben. Die Portugiesen essen gerne Brot. Vor den Mahlzeiten mit ein paar Oliven und regionale Käsesorten, oder mit ein paar gegrillten Sardinien, oder als Beilage zum Hauptgericht.

Das Brot wurde traditionell aus einer Mehlsorte aus der Region Alentejo und selbst hergestellte Hefe geknetet und im Holzofen gebacken.

Natürlich sind wir hier weit entfernt von Portugal, jedoch schaut mal in den meisten Großstädten gibt es portugiesische Lebensmittelläden, wie z.B. Frankfurt, Offenbach, Berlin, Stuttgart, Hamburg, Dortmund, Köln, Ludwigsburg, Mainz, Karlsruhe, Singen, Freiburg etc. Dort könnt Ihr unter anderem das Brot kaufen. Sonst werde ich auch bald mal hier ein Rezept dazu veröffentlichen.

Die Brotscheiben sollten in etwa die gleiche Größe und Dicke haben.

Alternative: Toastbrot oder Weißbrot

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SCHINKEN 

Ein gekochter Schinken - FIAMBRE - der sehr dünn aufgeschnitten wird. Zu beachten ist eigentlich nur die Qualität. Ich selber kaufe dort immer den Fiambre peru forno lenha, das ist ein Putenschinken aus dem Holzofen. Die Anzahl der Scheiben hängt etwas von der Größe des Schinken und des Brotes ab, jedoch sollten 2 bis 3 Scheiben ausreichend sein. Legt den Schinken gerne bis zum Brotrand, denn dann wird es mit gegrillt und gibt dem Toast noch einmal einen besonderen Geschmack. 

Alternative: rohen Schinken, Salpicão (Schweinenackenwurst), Serrano-Schinken 


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KÄSE

Auch hier gibt es den Klassiker - Queijo flamengo. Dieser junge cremiger Käse aus pasteurisierter Kuhmilch wird in roten Kugeln verkauft und hat einen feinen milden Geschmack. 

Alternative: eigentlich sind hier keine Grenzen gesetzt, verwenden kann man u.a. Gouda, Butterkäse, Emmentaler, Gruyere, Bergkäse, etc.

Übrigens kann man nicht genug Käse auf den Brot legen! Wichtig dabei ist nur, das es innerhalb der Brotscheibe gelegt wird und nicht über den Rand ragt. 


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Tosta Mista 

Zutaten für 1 Person: 

2 Scheiben Pão Alentejano * 2 Scheiben Fiambre * 1 Scheibe Queijo Flamengo 

Eine Scheibe Brot mit Schinken und Käse belegen. In den Kontaktgrill legen und goldbraun rösten. 


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Pimp your toast: 

Natürlich kann man den klassischen Toast variieren, wie wäre es mit Kräuter, Tomaten, Thunfisch, Salami, Ananas, Rucola, Champignons etc. Seid einfach kreativ!

Bis bald!

Silvia
VOLLE LOTTE

Sonntag, 7. August 2016

10 Dinge, die man in und um LISSABON erleben sollte

Wir sind zurück!

Eigentlich schon seit ein paar Tage. Und wie das so ist, der Alltag hat uns wieder in vollem Umfang! Nun wird es Zeit auch hier aktiv zu werden und wie sollte es anders sein, mag ich Euch ein paar Eindrücke da lassen.

Dieses Jahr war alles etwas anders. Zuerst wollte ich für Euch ganz viel unterwegs sein. So viele Bilder wie nur möglich aus Lissabon und Umgebung einfangen, um dann Euch über das Jahr hier berichten zu können. Jedoch merkte ich kurz vor Abflug, wie leer mein Akku war und beschloss daher endlich das zu machen, nach was mein Körper, Seele und Familie schrie - entschleunigen!

Die Listen blieben zuhause, vom Blog habe ich mich verabschiedet und die Uhr lies ich auf dem Nachttisch liegen. Und es tat soooo gut!

Langweilig?! Nee, war es definitiv nicht und ein paar Tipps, weg von dem typischen Touriprogramm habe ich dennoch für Euch:

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Praia do Guincho

Es liegt zwischen Cascais und Sintra mit Blick auf den westlichsten Punkt Europas Cabo da Roca, hier hat man Berge und Strand zugleich. Durch die starke Winde kann man sich herrlich durchpusten lassen, den Surfer zuschauen und die Seele einfach baumeln lassen. Es ist eins meiner Lieblingsecken in Portugal.

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Ein Sprung in den Atlantik

Ja ich weiß, die Hotelpools sind beheizt, die Liegen sind super bequem und man muss sich nicht über den Sand ärgern. Es kostet etwas Überwindung an der Westküste in den Atlantik zu springen. Bei gerade mal 19 Grad Wassertemperatur, hat man das Gefühl im Eiswasser zu erstarren. Dazu sind die Wellen an einigen Stränden recht hoch. Beschreiben kann ich Euch dieses Gefühl nicht, ihr solltet es nur unbedingt ausprobieren. Und keine Angst zur Not überwachen ein paar gut gebaute Baywatch -Typen den Strand.

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Colares

Portugal hat vieles zu entdecken, auch Wein, wie hier bei der Adega Viúva Gomes im kleinsten DOP Gebietes Colares bei Sintra. Der Ton- und Lehmboden ist durch eine tiefe Sandschicht bedeckt. Durch die starke Winde wachsen die Reben in Büschen oder kriechend am Boden und werden durch Schilfmauern etwas geschützt. Auf gerade mal 20ha wachsen hier rote und weiße Rebsorten.

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Wein

Wer mich kennt, weiß das es für mich eine große Rolle spielt. Leider werden hier in Deutschland viele Weine aus Portugal nicht angeboten. Ich habe jeden Urlaubstag bewusst genutzt und die Vielfalt des Landes zu entdecken. Kein Wunder also, das wir in Colares angehalten haben. Der Weineinkauf ist etwas außer Ruder geraten und so "mussten" einige Weinflaschen mit ins kalte und nasse Deutschland fliegen. Diesen 2014 Soelheiro Dócil Alvarinho mit gerade 9%Alc. entkorkten wir lieber noch abends am Strand.

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Ericeira

Etwa 50 Kilometer nordwestlich von Lissabon liegt dieser kleiner beschaulicher Ort. Einige tolle Einblicke zeigte ich bei SNAPCHAT. Es gibt viele schöne verwinkelte Gassen mit weiß-blauen angestrichenen Häusern, kleine Geschäfte, Cafés und Restaurants. Die Strände von Ericeira sind teilweise von den Surfer in Beschlag genommen worden und viele internationale Surfwettkämpfe fanden hier schon statt.

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Serra da Arrábadia

Hier gibt es alles was ich mag - Sonne, Strand, Meer, Berge, Wein und Natur. DAS ist der ideale Ort, wenn man auf der Suche nach Ruhe und Entspannung ist.

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Das Meer ist ruhig und lädt zum (ab-) tauchen ein. Den meisten Besuch bekommt der Strand "Praia da Figeirinha", ich rate Euch eher die anderen Stränden Galapos, Galapinhos und Praia dos Coelhos zu besuchen. Der Ab- und Aufstieg ist etwas beschwerlich, aber ich garantiere Euch, der Aufwand lohnt sich!

Wir fahren gerne einfach planlos durch diesen Naturpark, vorbei an Olivenbäume, Weinreben, Berge, Land- und Tierwirtschaft, Wälder mit Pinien- und Eukalyptus-Bäume und kleine versteckte Ortschaften.

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Alfama

Ein Stadtteil von Lissabon, gelegen zwischen dem Castelo de Sāo Jorge und dem Fluss Tejo, sollte man auf seiner Reise entdecken. Wenn man durch die Gassen hinauf zur Burg oder zu einen der vielen Aussichtspunkten läuft, spürt man die Stadt. Hier erlebt man genau das, was die Fado-Sänger in ihren Lieder erzählen. Wer eher fusslahm unterwegs ist, kann auch die historische Straßenbahn Linie 28 nehmen.

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Miradouro

Lissabon hat sehr viele davon - Miradouros, so genannte Aussichtspunkte. Für mich der schönste, Miradoura Sāo Pedro de Alcântara. Gerade abends kann man hier wunderbar über die Stadt schauen und anschließend die vielen Restaurants und Bars erkunden.

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Azulejos

Bewusst sollte man durch die Gassen laufen in Lissabon, denn hin und wieder gilt es alte Fliesen an den Häusern zu bestaunen. Die glasierten und handgemalten Keramikfliesen zieren die Wandfassaden von alten Häusern und umrahmen oft alte und schwere Haustüren. Auch an Kirchen oder in den Gebäuden sind diese Fliesen zu finden. Einige wurden oft zu historischen Bildern zusammengefügt.

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Sonnenuntergang

Unbedingt zu erledigen, wenn Ihr in Lissabon seid - einen Abend am Strand und den Sonnenuntergang geniessen. Viele Reisende denken ja, die Strände liegen zu weit von Lissabon entfernt. Falsch gedacht! Man muss nur über die Brücke Ponte 25 de Abril fahren. Bei einer Fahrzeit von 20 Minuten erwarten Euch bereits die Costa da Caparica und Ihr könnt an der Küste entlang bis nach Sesimbra fahren und Euren eigenen Lieblingsstrand entdecken. Tagsüber beleben die Badegäste die Strände und abends kommen viele Nachtschwärmer in die Restaurants und Strandbars. Zwischen diese beiden Zeiten, hat man oft den Strand fast für sich alleine und kann so den Sonnenuntergang mit den Möwen geniessen. BOA NOITE LISBOA, BOA NOITE PORTUGAL!

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Bis bald!

Silvia
VOLLE LOTTE

Samstag, 2. Juli 2016

Pão com tomate e sardinha - Mitbringsel aus Portugal

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sass ich im Flieger. Die Zeit war viel zu kurz. Ein Hauch von Lissabon konnte ich aufnehmen, mehr nicht. Zu groß war die Sehnsucht. 


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Zwei Wochen klingt kurz, wird es wohl auch, so voll ist mein Kalender bis dahin. Dann sitze ich wieder zur gleichen Zeit im Flieger und atme diese Stadt ein. Nur dieses Mal länger als fünf Tage und mit der Hoffnung die Zeit anhalten zu können. 

Mein Koffer war prall gefüllt mit Leckereien - Olivenöl, Kekse, Likör, Salz und Fisch. Wer mich kennt, weiß das ich immer Wein mit einpacke. Nur dieses eine Mal eben nicht. Beim Schlendern durch den DELI DELUX entdeckte ich bei den Gin Flaschen eine Seltenheit. Gerade mal 1.000 Flaschen sind davon auf dem Markt gebracht worden und hier stand eine. Jetzt nicht mehr! RUBY von GIN SUL durfte mit nach Hause.


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Was ich bei meinem Kurztrip erlebt habe, werde ich Euch auch noch berichten. Heute muss ich mich aber auf den Abend vorbereiten und schau dabei auf meine Mitbringsel. Verliebt in die Verpackung und die Köstlichkeiten, welche in der Dose sind, ist mir beim Anblick eine Idee gekommen. Ein paar Brotscheiben, Knoblauch, Olivenöl, Tomaten, Frühlingszwiebeln und Sardinen von A Banca da Sardinha werde ich heute Abend zum Aperitif servieren. In jeder dieser Dosen sind vier Sardinen ohne Gräten, hergestellt nach alten Rezepturen, ganz nach der Tradition. Eingelegt in Olivenöl mit Tomaten, Knoblauch, Zitrone, Curry, Paprika, Gewürznelken, eingelegtes Gemüse oder naturbelassen.  
Pão com tomate e sardinha 

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Zutaten für 4 Personen: 
4 Scheiben Brot * 1 Knoblauchzehe * 2 große Tomaten * 1 Frühlingszwiebel * 1 Dose Sardine * Salz * Pfeffer * Olivenöl 

Backofen auf 200 Grad vorheizen. 

Das Brot auf ein Backblech legen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Im Backofen 10 Minuten rösten. 


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Knoblauch schälen, halbieren und über die Brotscheiben reiben. 

Die Tomaten waschen, trocknen und in Würfel schneiden. Die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. 

Zuerst die Tomatenwürfel auf die geröstete Brotscheiben verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Frühlingszwiebeln darüber streuen und jeweils eine Sardine auf die Tomaten legen. 

***UPDATE*** Ab sofort erhältlich bei AROMAKOST in Ludwigsburg.

Bis bald!

Silvia
VOLLE LOTTE

Mittwoch, 22. Juni 2016

Burger com pimentos grelhados na Brasa (auf Holzkohle gegrillte Paprika)

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In ein paar Tagen geht es los. Koffer packen, ab zum Flieger, ohne Umwege, direkt in meine Lieblingsstadt. LISOBA, ich komme!

Es gibt etwas was so einfach und dennoch so lecker ist. Pimentos grelhados na brasa! Schon als Kind war das mein Höhepunkt beim Familiengrillen. Die Zubereitung ist ganz einfach - Paprikaschoten grillen, schälen und vom Stiel und Kern befreien, in Streifen reißen und mit Knoblauch, Olivenöl, Salz und Pfeffer würzen. Eine wunderbare Beilage! Bevor jetzt einige sagen: "Ach Mensch, ich habe doch gar keinen Grill!", es geht auch im Backofen.

Wie ich kurz vor Abflug auf so eine Idee komme, ist ja klar! Mein Kind wollte Burger und ich kein Salat! Also ersetzte ich den klassischen Salat auf dem Burger mit diesen gegrillten Paprikas, verfeinerte die Zwiebeln und machte dabei mich und meine Familie glücklich, und ja vielleicht auch Euch!

Burger com pimentos grelhados na Brasa

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Zutaten für 4 Stück: 
120 ml Milch * 1 Würfel Hefe, frisch * 300 gr Dinkelmehl * 20 gr Zucker * 30 gr Butter, weich * 1 TL Salz * 2 Eier * 2 TL Sesam * 1 Eigelb * 1 kg Rindfleisch * 4 grüne Paprikaschoten * 1 große Gemüsezwiebel * 100 ml Rotwein * 1 EL Olivenöl * 1 Fleischtomate * 4 EL BBQ-Sauce * 4 Scheiben Käse (Appenzeller) * 8 Scheiben Bacon * Salz * Pfeffer

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Burgerbrötchen: 

Die Milch erwärmen und die Hefe darin auflösen. Zusammen mit Dinkelmehl, Zucker, Butter, Salz und Eier in eine Schüssel geben und mit Hilfe der Küchenmaschine 5 Minuten kneten. Mit einem Tuch abdecken und 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche den Teig kurz durchkneten und vier Brötchen formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, mit einem Tuch abdecken und weitere 30 Minuten gehen lassen.

Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Das Eigelb kurz schlagen und mit einem Backpinsel die Oberseite der Brötchen einpinseln und Sesam darüber streuen. Die Brötchen im Backofen 25 Minuten goldbraun backen.

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Pimentos grelhados

Paprikaschoten waschen und trocknen. Auf dem Grill legen oder im Backofen mit Grillfunktion bei 250 Grad von allen Seiten grillen, bis die Haut fast schwarz wird. Kurz abkühlen lassen und anschließend die noch warmen Paprikaschoten in eine Plastiktüte legen und so komplett auskühlen lassen. Anschließend kann man die Haut, Stiel und Kerne ganz leicht mit Hilfe der Hände entfernen. Die Paprika in Streifen reißen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Rotwein-Zwiebeln

Die Zwiebel schälen, in dünne Ringe schneiden und mit Olivenöl in einer Pfanne dünsten. Mit dem Rotwein ablöschen und so lange weiter kochen lassen bis die Flüssigkeit verkocht ist.

Rindfleisch + Bacon

Rindfleisch mit Hilfe der Küchenmaschine durch den Fleischwolf lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit einer Burgerpresse vier Patties formen. Nun auf den Grill oder in der Pfanne von beiden Seiten goldbraun grillen. Kurz vor Ende den Käse auf das Fleisch legen.

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Bacon in einer Pfanne ohne Fettzugabe von beiden Seiten braten und auf Küchenpapier legen.

Vollendung:

Die Fleischtomate in Scheiben schneiden.

Die Burgerbrötchen mit einem Messer aufschneiden und jeweils auf der Brötchenunterseite ein Esslöffel BBQ-Sauce verteilen und bestreichen. Mit Paprika, Tomaten, Zwiebeln, Bacon und Burgerfleisch belegen.

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Bis bald!

Silvia
VOLLE LOTTE


Dieser Beitrag enthält Werbung und entstand in Zusammenarbeit mit Hagen Grote.
Samstag, 4. Juni 2016

Tarte de Limão - Lisboa ich komme!

Der Sommerurlaub ist gebucht! Mitte Juli geht es für uns in die Heimat – endlich wieder Lisboa! Endlich wieder Sonne, Strand und Meer! Endlich wieder Pasteis de nata und viele andere Köstlichkeiten! Ihr glaubt gar nicht wie sehr ich mich freue. 

Da Juli aber noch gaaanz weit weg ist, fliege ich in ca. zwei Wochen schon mal für ein paar Tage in meine Lieblingsstadt. Könnt Ihr Euch noch daran erinnern was ich Euch über Saudade erzählt habe? Endlich kann sie etwas gestillt werden. Und Ihr müsst nicht traurig sein, ich werde Euch über Snapchat und Instagram einfach mitnehmen.


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Der Monat Juni ist in Lisboa ganz besonders schön! Die Stadt putzt sich raus und schmückt die Straßen mit bunten Girlanden, überall fühlt man die Lebensfreude! Der Sommer liegt endlich in der Luft und die Lisboetas feiern den ganzen Juni draußen auf der Straße. Jedes Stadtviertel hat sein Volksfest und um den  Castelo, Mouraria, Graça, Alfama, Ajuda und Bairro Alto ertönt allabendlich  laute Musik, es wird getanzt, gelacht, gegessen und getrunken. Es riecht nach gegrillten Sardinen, süßen Farturas und Vinho. Im Mittelpunkt steht der Heilige Antonius – Santo António – der Schutzheilige der Stadt, der von den Einheimischen sehr geehrt wird. Am 12. abends um 21 Uhr zieht eine große Parade – Marchas Populares – über die Avenida da Liberdade. Den religiösen Hauch bekommt die Feierlichkeit durch eine Prozession rund um die Kathedrale – Igreja de Santo António -  am Folgetag der Parade. Solltet Ihr im Juni in Lisboa sein, findet Ihr unter Festas de Lisboa das ganze Programm.   

Bei diesen ganzen Volksfesten darf natürlich eine köstliche Tarte nicht fehlen. Erfrischend, saftig und sommerlich, einfach zum dahinschmelzen!

Tarte de Limão

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Zutaten: 
3 Bio-Eier * 100 gr + 1 EL Vollrohrzucker * 100 gr Butter, weich * 1 TL Weinsteinbackpulver * 180 gr Dinkelmehl * etwas Salz * 2 Bio-Zitronen * 1 Dose gezuckerte Kondensmilch  

Die Eier trennen. 

Eigelb, 100 gr Vollrohzucker, Butter, Weinsteinbackpulver, Dinkelmehl, Abrieb einer Zitrone und etwas Salz in einer Schüssel mit den Händen zu einem Teig kneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einpacken und ca. 30 Minuten im Kühlschrank kühlen. 

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. 


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Den Teig zwischen zwei Bögen Backpapier ausrollen und in eine gefettete und gemehlte Tartenform auslegen. Den Rand hochziehen und mit einer Gabel mehrmals in den Boden stechen. Im Backofen 20 Minuten backen und anschließend auskühlen lassen. 

Den Abrieb einer Zitrone, den Saft beider Zitronen und die Kondensmilch in einer Schüssel miteinander verrühren und auf den ausgekühlten Kuchenboden gießen. 

Den Backofen erneut auf 180 Grad vorheizen. 

Eiweiß und 1 EL Vollrohrzucker steif schlagen und auf die Creme verteilen. Mit den Rücken eines Esslöffels kleine Wellen in den Eischnee drücken. Erneut den Kuchen in den Backofen stellen und 10 Minuten backen. Anschließend im ausgestellten Backofen weitere 10 Minuten stehen lassen. Komplett abkühlen lassen und bis zum Servieren kalt stellen. 


Bom proveito! 





Mit diesem Beitrag nehme ich an der kulinarische Entdeckungsreise 2016 von der lieben Sarah teil. Nach dem Motto "WIR BLOGGEN UNS UM DIE WELT" geht es heute nach Portugal für Euch. Und seid Ihr schon gespannt, wohin es als nächstes hingeht? Ich verrate nur soviel, es wird grün, sehr grün! 

Bis bald!

Silvia
VOLLE LOTTE


Dienstag, 8. März 2016

Pudim Flan Caseiro | Eine Köstlichkeit aus Portugal

Wenn die Heimat weit entfernt ist, muss man sich ein Stück her holen.

Und dazu braucht es gerade mal drei Zutaten: Eier, Milch und Zucker! Ganz wichtig: sehr, sehr viel Karamell. Das machen wir mit Zucker und Wasser selber. Wichtig dabei ist ständig zu rühren und immer dabei stehen bleiben. Dann ist das ganz einfach!

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Warum Pudim Flan? Na, ich zeige Euch ja gerne die portugiesische traditionelle Küche und dieses Rezept gehört definitiv dazu. Falls Ihr Euch nun fragt was "caseiro" bedeutet, so kann ich Euch die Lösung geben. Das Wort steht für "hausgemacht". Wie hier in Deutschland, gibt es auch den Pudim Flan in so Tüten zum Anrühren. Schmeckt aber nicht und ist überhaupt nicht zu vergleichen mit diesem hier. Und ich finde, das es überhaupt nicht notwendig ist, dann die Zubereitung sehr einfach ist. Probiert es aus! Aber ich warne lieber vor: GROßE SUCHTGEFAHR!

Pudim Flan Caseiro 

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Zutaten:
300 gr Zucker * 100 ml Wasser * 500 ml Milch * 6 Bio-Eier * 6 EL Zucker

Den Backofen auf 180 Grad erwärmen.

Die Eier zusammen mit 6 EL Zucker in eine Schüssel geben und mit der Küchenmaschine schaumig schlagen. Die Milch erwärmen. Wer möchte kann noch die Schale einer Bio-Zitrone und eine Zimtstange in die Milch geben, solange sie erwärmt wird. Langsam die Milch in die Eier-Zucker-Mischung gießen und weiter schlagen.

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300 gr Zucker und Wasser in einem Topf schütten, erhitzen und so lange rühren bis eine goldbraune Karamellsoße entstanden ist. Unbedingt dabei stehen bleiben und rühren.

Die Karamellsoße in die Puddingform geben und verteilen. Den Pudding dazugeben und die Form verschließen.

Die Puddingform auf ein Backblech mit Wasser stellen und im Backofen 45 Minuten backen lassen.

In der Form komplett auskühlen lassen und auf einen Teller stürzen.

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TIPP: Ein kräftigen Schluck Portwein über den Pudding gießen oder dazu trinken.

BOM APETITE!

Bis bald!


Donnerstag, 11. Februar 2016

MUST DRINK - 2011 Malhadinha Tinto Herdade da Malhadinha Nova, Alentejo, Portugal

Weg von Lissabon und Weg von der Hektik, begebe ich mich auf die Rota dos Vinhos (Weinstrasse) ins Alentejo. Um mich herum Korkeichen, Olivenbäume und Weinberge. Eine unglaubliche Ruhe, ein Gefühl der Entschleunigung und Einsamkeit macht sich bei mir bemerkbar. Alentejo bedeutet soviel wie “Jenseits des Tejo“ – ein Fluss, der in Lissabon im Atlantik mündet. Die Fläche des Alentejo macht ein drittel des Landes Portugals aus, dennoch leben hier gerade mal knapp 800.000 Menschen. Die „Hauptstadt“ Évora bietet viele Kunstdenkmäler und ist Weltkulturerbe der UNESCO. Unter uns gesagt, habe ich noch schöne persönliche Erinnerungen in diese Stadt. 

Die Küche im Alentejo basiert auf Arme-Leute-Essen, meist aus Brot und Olivenöl und aus eigenem Anbau. Die Rezepte aus der Vergangenheit wurden kaum geändert. Ein paar einfache Zutaten und eine einfache Zubereitung, dafür steht die regionale Küche. Hier entdeckt man, dank der 
Kräutervielfalt, einzigartige Aromen.

Die Alentejanos sind herzlich und freundlich. Sie lieben ihr Land und die regionale Produkte. Unter den Portugiesen werden viele Anekdoten über die Menschen im Alentejo erzählt. Man sagt ihnen nach sie wären faul, langsam und dumm. Und was machen die Alentejanos? Sie nehmen es mit Humor. 

Der Weinbau hat in Alentejo eine große Tradition. Noch heute verwenden Winzer Tonkrüge. Durch das trockene und sehr warme Klima wird es auch das Kalifornien von Portugal genannt. Fast ausschließlich Rotweine werden hier aus gereiften, fleischigen und dunklen Trauben produziert und sorgen für einen kräftigen, fruchtigen und eleganten Vinho tinto. Die Weißweine spielen eher keine Rolle. So einen Rotwein mag ich Euch heute vorstellen.


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2011 Malhadinha tinto, Herdade da Malhadinha Nova

Das Weingut HERDADE DA MALHADINHA NOVA spiegelt die typische Familie aus dem Alentejo wieder. Es liegt im Bairo Alentejo in der kleinen Stadt Albernôa, mitten im Herzen von Alentejo. Im Jahre 1998 wurde das Landgut von der Familie Smith übernommen und mit viel Leidenschaft zum Leben erweckt. Heute findet man auf den insgesamt 35 Hektar großen Weinberge der Familie Soares die roten Trauben  Touriga Nacional, Tinta Tiny, Trincadeira, Aragonez, Alicante Boushet, Syrah, Cabernet Sauvignon und Berry und die weißen Trauben: Antão Vaz, Arinto, Roupeiro, Chardonnay, Verdelho, Viognier, Petit Manseng und Albariño. 

Die Winde aus den Ebenen, den Wälder und das Meer, sowie die perfekten Wetterbedingungen,  die Schieferböden, die Bewässerung, die Handlese und die Große Sorgfalt bei der Herstellung der Weine, sorgen für charakterstarke Weine aus dem Terroir Malhadinha.   

Der Wein – 2011 Malhadinha tinto 


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Gewachsen auf dem Schieferboden, wurden die Rebsorten  Alicante Boushet, Tinta Miuda, Touriga Nacional, Cabernet Sauvignon, Syrah verwendet und 17 Monate in neue französische Eichenfässern gelagert. Es gehört bei der Klassifizierung zu den Vinho Regional Alentejo dazu.  

Im Glas eine tiefrote Farbe mit violettem Touch. Unheimlich viele reife, rote und schwarze Frucht ist zu schmecken, etwas leicht blumig und würzig und sehr dezent mineralisches aus dem Boden. Er ist körperreich, vollmundig und mit sanften Tanninen. Genießen kann man den Wein wunderbar mit Wildgerichte, Hartkäse, Presunto (Schinken) oder Chouriço (würzige Paprikawurst).


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Es macht viel Freude den Charakter des Weines jetzt zu entdecken, dennoch hat der Wein potential sich ein paar Jahre im Keller weiter zu entwickeln. Ich sollte mir da ein Vorrat anlegen...  

Bis bald!





Freundlicherweise wurde mir der Wein für die Verkostung von Wines of Portugal kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank. 
Samstag, 23. Januar 2016

Bolo de Arroz - Ach Portugal wie ich Dich vermisse

Es wird mal wieder Zeit für ein Rezept aus meiner Heimat. 

Bolo de Arroz (Reiskuchen) ist aus keinem Café in Portugal wegzudenken. Es gehört zu den traditionellen Gebäckstücken wie die Pasteis de Nata. Ein einfacher Rührkuchen, der leicht nach Vanille und Zitrone schmeckt, hübsch mit einer Papierbanderole umgeben. Schön saftig,  zusammen mit einem Galão ein genussreicher Start in den Tag.

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Solltet Ihr mal in Lissabon sein, dann kann ich Euch das Café A Brasileira im Stadtteil Bairo Alto, beim Chiado, sehr empfehlen. Der Anstieg lohnt sich auf jeden Fall und im ältesten Café, gegründet 1905, kann man prima das bunte Treiben beobachten, den Musiker zuhören und dabei genau diese Kuchen genießen. Einst saß an vielen Sonntagen der portugiesische Dichter Fernando Pessoa dort. Heute erinnert eine Bronzefigur an diese Szene und ist sicherlich das meistfotografierte Objekt. Im November 2015 feierte das Café sein 100. Geburtstag. Die Sitzplätze teilt man mit Einheimischen die schnell ein Bica (Espresso) trinken wollen und dabei die Neuigkeiten der Stadt austauschen.

Bolo de Arroz 
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Zutaten für 8 Stück

150 gr + 50 gr Vollrohrzucker * 150 gr Dinkelmehl * 75 gr Reismehl * 75 gr Butter weich * 1 TL Weinsteinbackpulver * 3 Eier * 250 ml Milch * ½ TL gemahlene Vanille * 1 Bio Zitrone 

150 gr Vollrohrzucker zusammen mit der Butter in eine Schüssel geben und mit Hilfe der Küchenmaschine gut verrühren. Die Eier und die Milch dazugeben und weiterrühren. Die Schale von der Zitrone raspeln und zusammen mit der der gemahlenen Vanille in den Teig geben. Dinkelmehl, Reismehl und Weinsteinbackpulver miteinander vermengen und langsam zum Teig dazugeben. Kräftig weiterrühren.

Backofen auf 200 Grad vorheizen. 

Als Förmchen nutze ich sogenannte Tulpenmuffinförmchen aus Papier. Davon 8 Stück mit dem Teig befüllen. Mit dem restlichen Zucker bestreuen und 5 Minuten im Ofen backen. Danach die Temperatur auf 180 Grad minimieren und weitere 20 Minuten backen.  

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Bom appetite!

Ich schau jetzt mal nach Flüge!

Bis bald!


Mittwoch, 14. Oktober 2015

Was die Seefahrer mit an Bord hatten und heute ein Nationalgericht ist?

Eine Entdeckungsreise ohne dieses Lebensmittel an Board, wäre damals bei den portugiesischen Seefahrer nicht möglich gewesen.  Bacalhau – der Stockfisch, wurde früher auch als Reiseproviant auf Pferden mit genommen. Dabei befestigte man den Fisch auf ein Holzgestell, welches  auf dem Widerrist des Pferdes angebracht war. Da der Fisch nicht länger als das Stockmaß des Pferdes sein durfte, entstand so der Name Stockfisch.  Bereits im Jahr 1572 wurden in der Stadt Aveiro die ersten Trocknungsstätten gebaut. Damals wurde der frisch gefangene Fisch direkt auf dem Schiff eingesalzen, um später auf dem Land fertig zu trocknen.

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Unterschied zwischen Stockfisch und Klippfisch
Beides ist ein ein durch Trocknung haltbar gemachter Fisch - Kabeljau, aber auch Seelachs, Schellfisch oder Leng. Früher in den kalten Gewässer der Atlantik vor Portugals Küste gefangen, stammt heute der Fisch eher von Norwegen.

Zuerst werden die Köpfe und die Eingeweiden entfernt. Zum Einlegen darf nur reines Meersalz verwenden werden. Die Trocknungszeit beträgt in etwa 150 Tage durch Wind und Sonne oder in einem Trocknungstunnel. Dieses besondere Herstellungsverfahren "Bacalhau de cura tradicional portuguesa" wird von Portugal beansprucht und man versucht diese traditionelle und regionale Spezialität zu schützen. 

Der Unterschied vom Stockfisch zu Klippfisch liegt in der Herstellung. Stockfisch wird paarweise an den Schwanzflossen zusammengebunden und auf Holzgestelle zum Trocknen aufgehängt. Klippfisch wird zusätzlich noch gesalzen und anschließend zum Trocken ausgebreitet, früher wurde das direkt auf den Felsen am Strand gemacht.

Portugiesische Küche ohne Bacalhau ist nicht möglich. Es gibt weit über 365 Rezepte, so daß, wenn man es möchte, jeden Tag Bacalhau essen könnte. Möglich wäre dies roh, mariniert, gegrillt, gekocht, verarbeitet in Suppen, Salate, Vorspeisen, Hauptgerichten und ja sogar in Desserts. 

Vor ein paar Tagen war ich beim Foodbloggercamp in Berlin und durfte dort meine erste Session über Portugal und kochen mit Stockfisch präsentieren. Hier an dieser Stelle vielen Dank für das zahlreiche Interesse und die tolle Unterstützung. Für mich war das eine gelungene Prämiere!

Pasteis de Bacalhau 

Bacalhau, Portugal, portugiesische Küche, kochen, backen, Stockfisch, Klippfisch, Seefahrer

Zutaten: 
500 gr Bacalhau * 400 gr mehlige Kartoffeln * 1 Bund Blattpetersilie * 7 Eigelb * 7 Eiweiß * 1 Zwiebel * Salz * Pfeffer * Muskatnuss, frisch * 1l Frittieröl

Den Fisch drei Tage im Wasser entsalzen. Dabei mehrfach das Wasser auswechseln. Den Fisch in einem Topf mit frischem Wasser ca. 15 Minuten gar kochen. Danach in einer Schüssel etwas erkalten lassen.

Die Kartoffeln in einem Topf kochen und anschließend schälen. Mit Hilfe einer Flotten Lotte oder Kartoffelpresse die Kartoffeln in eine Schüssel sehr fein passieren.

Die Petersilie waschen und fein hacken. Die Zwiebel schälen und in kleine, feine Würfel schneiden. Beides zu den Kartoffeln geben.


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Den Fisch mit Hilfe eines Küchentuches von der Haut und Gräten befreien und zerrupfen. Mit den Kartoffeln vermischen und dabei nacheinander das Eigelb dazu geben. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.

Nun den Eiweiss steif schlagen und vorsichtig in die Masse unterheben. 

Das Frittieröl in einem Topf erhitzen. Mit zwei Teelöffeln kleine Nocken formen und im Öl goldbraun frittieren.

Die Pasteis de Bacalhau wird als Vorspeise gegessen oder mit Tomatenreis als Hauptgang. Ein Glas Vinho Verde darf natürlich auch nicht fehlen. Bom Apetite!

Bis bald!


Samstag, 18. Juli 2015

Lissabon, meine Sehnsucht - Lisboa, minha saudade

Es ist ein kleines Land. Auf der linken Seite tobt der Atlantik und auf der rechte Seite hält Spanien das kleine Land fest. Ganz westlich, quasi am Ende der Welt und somit Ausgangspunkt für viele Entdeckungs- und Eroberungsfahrten in der Vergangenheit, liegt diese Stadt. Heute erinnert Padrão dos Descobrimentos (Denkmal der Entdeckungen) am Rande des Tejos, im Stadtteil Belém, an diese Zeit zurück. Alleine in diesem Teil der Stadt gibt es soviel zu erkunden. Da wäre das Kloster  Mosteiro dos Jerónimos mit der Parkanlage, in welche jede Braut Portugals gerne getraut werden will. Die Sarkophage beherbergt wichtige Persönlichkeiten wie der Dichter und Schriftsteller Fernando Pessoa, der Seefahrer und Entdecker Vasco da Gama und der bedeutendster Dichter Luís de Camões. Da wäre die Torre de Belém (Turm von Belém) welche an die glanzvolle Zeit der Seefahrer und Handel erinnern soll. Seitlich in einer Strasse findet man auch die Pastelaria mit den über die Grenze hinaus bekannten Pasteis de Belém. Diese kleine süssen Törtchen aus Blätterteig gefüllt mit einer Creme aus Eigelb, Zucker und Sahne schmecken so paradiesisch. 

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LISSABON, meine Sehnsucht 

Es ist genau diese Stadt von welcher ich rede und die nun die Illustratorin Alexandra Klobouk auf Ihrer charmanten und humorvoller Art und sicherlich im Sinne der Kulturvermittlung in einem Buch zusammengefasst hat. Alexandra Klobouk ließ sich auf die Stadt ein, lebte und arbeitete dort und brachte nun viele Erlebnisse, Eindrücke, Anekdoten  und Kuriositäten mit. Lissabon - im Land am Rand: Lisboa - num país sempre à beira* ist ein Sammelwerk, Geschichtsbuch, Stadtführer, Bilderbuch, Gedichtband und weckte eine grosse Sehnsucht zu dieser Stadt. Ich trage sie bereits in mir und ich bin mir sicher, diejenigen, die dieses Buch in der Hand halten und darin blättern, werden umgehend an Koffer packen denken.   

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Ja die Stadt sollte man zu Fuss erkunden. Ohne Ziel einfach los laufen und irgendwann kommt man an. Es ist vielleicht nicht genau der Ort, wo man geplant hat hinzu gehen, aber das ist auch nicht wichtig. Es ist das was man unterwegs erlebt, teilweise in den kleinen verwinkelten Gassen. Weit oben hängen auf der Wäscheleine die Hemden zum Trocknen, unten an der Fassade strahlen die typischen handgemalten Fliesen "Azuleijos" und aus den Fenstern tönt die traurige nach Sehnsucht klingelte Musik "Fado". 

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Für so eine Tour ist dieses Buch gemacht. Ein Wegbegleiter für lá no alto (ziemlich weit oben) und lá no baixo (ganz unten). Es erzählt über die Geschichte, das Bier, den Bacalhau (Stockfisch), die Erdbeben, dem Fado, der Kaffee, der Portwein, die Sprache, die Namen, die Stadt, die Straßenbahnlinie, die Lisboetas (Bewohner Lissabons) und vieles weitere. Auf 120 Seite in deutsch und portugiesisch geschrieben und untermalt mit ausdrucksstarken Zeichnungen ist es eine Liebeserklärung an die Hauptstadt Portugals. 

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Wer sich auf diese Stadt einlässt und in das Leben dort eintaucht, wird beim Heimkehren die Sehnsucht in sich spüren. 

Até breve em Lisboa!
Bis bald in Lissabon!





Netterweise wurde mir das Buch für meine Rezension von Viel und Mehr kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Text wurde von mir selber verfasst und gibt meine eigene Meinung wieder.
*Affiliate-Link

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