VOLLE LOTTE | Food, Wine and Travel Volle Lotte: Tradition aus meiner Heimat: BOLO REI

Sonntag, 21. Dezember 2014

Tradition aus meiner Heimat: BOLO REI

Weihnachten in Portugal.

Beginnend mit dem Weihnachtsfest am 25. Dezember bis zu den Heiligen 3. Könige am 06. Dezember wird dieser Königskuchen in jedem Haushalt in Portugal gegessen.

Die Familie Castanheiro bracht das Rezept einst nach Portugal in die Confeitaria Nacional, wahrscheinlich ist der Ursprung tatsächlich in Frankreich zu finden. Die Confeitaria Nacional in Lissabon liegt im Stadtteil Baixa und wurde 1829 gegründet. Noch heute wird der Bolo Rei nach alter Tradition und Rezept gebacken und verkauft. Ehrlich gesagt ist es der beste Kuchen weit und breit.

Charakteristisch für den Kuchen ist die runde Form mit Loch in der Mitte und die Dekoration mit Trocken- und gezuckerten Früchten. Der Teig ist mit Rosinen, verschiedenen Nüssen und ebenfalls mit gezuckerten Früchten verfeinert. Eine Besonderheit hat jeder Bolo Rei: Im Teig wird eine Bohne versteckt, derjenige der ihn findet muss den Kuchen für das nächste Jahr bezahlen.


Ich habe Euch ja schon einmal erzählt, das ich mir aus Portugal ein sehr altes Koch- und Backbuch mit traditionelle Rezepte mitgebracht habe. Aus diesem habe ich für Euch den Bolo Rei nach gebacken. Es ist kein leichtes Rezept und hat ein lange Zubereitungs- bzw. Gärzeit.

Ausgesucht habe ich diese alte Tradition für den kulinarischen Adventskalender von Zorra und ich bin mächtig stolz einen Beitrag dazu leisten zu dürfen. Für mich eine sehr große Ehre. Wir öffnen heute das 21. Türchen.

Kulinarischer Adventskalender

Schaut auf jeden Fall bei ihr vorbei, denn es gibt tolle Gewinnmöglichkeiten und tolle Beiträge.

Bolo Rei 
Zutaten:
650 gr Mehl * 40 gr frische Hefe * 150 gr Butter * 150 gr Zucker * 150 gr gezuckerte Früchte (klassisch nimmt man Zitronat und Orangeat) * 150 gr Trockenfrüchte (z.B. Rosinen, Feigen, etc.) * 50 gr Walnüsse  * 50 gr Pinienkerne * 4 Eier * 1 Bio-Zitrone * 1 Orange * 100 ml Rum * 1 Eigelb * Halbe Walnüsse, Zitronat, Orangeat, Feigen, Belegkirschen, Mandelstifte zum Dekorieren


Die Hefe in eine Schüssel bröckeln und mit Hilfe von 100 ml warmes Wasser auflösen. In einer weiteren Schüssel 150 gr von dem Mehl abwiegen. In der Mitte eine Mulde formen und die aufgelöste Hefe hineinschütten. Mit dem Mehl vermengen und eine Kugel formen. An einem warmen Ort etwa 15 Minuten gehen lassen.

Von der Zitrone und Orange jeweils die Schale abreiben. Das restliche Mehl in eine große Schüssel geben und in die Mitte die Butter, die Zitrone- und Orangenschale und Zucker hinein geben. Alles mit einander sehr gut vermengen. Nach und nach die Eier mit einarbeiten und zum Schluss die aufgegangene Teigkugel. Anschließend den Rum dazu geben und wieder gut durchkneten.

Nun die gezuckerten Früchte, Nüssen und die Trockenfrüchte klein hacken und zum Teig geben, darin verarbeiten und anschließend eine Kugel formen. Mit etwas Mehl bedecken und zugedeckt 5 Stunden gehen lassen.

Nach der langen Gärzeit aus der Kugel einen Ring formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Zum letzten Mal wieder 1 Stunde bei 25 Grad gehen lassen.


Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Den Teig nun mit dem Eigelb einpinseln und mit halbe Walnüsse, Zitronat, Orangeat, Feigen, Belegkirschen, und Mandelstifte dekorieren. (Ich habe auf die Belegkirschen und Mandeln verzichtet).  Im Backofen ca. 40 Minuten backen.

Im Originalrezept wird nach dem Abkühlen die Früchte auf dem Kuchen mit Gelatine eingepinselt. Da ich das jedoch nicht mag, hab ich es einfach sein lassen.

Wollt Ihr mir verraten, was bei Euch zu Weihnachten an Leckereien auf dem Tisch stehen wird?

Alla, machs gud!


Kommentare:

  1. Auch in Spanien ist dieser "Bolo" bekannt. Aber natürlich sehen die hier nie so schön aus wie deiner. Mal gucken, ob ich deinen zum 6. Januar backe. Vielen Dank für das schöne Türchen.

    Es hat mich sehr gefreut, dich dieses Jahr kennenlernen zu dürfen. Ich hoffe wir treffen uns im neuen auch wieder. Ich wünsche dir und deinen Lieben ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins 2015!

    AntwortenLöschen
  2. Ich kenne den Bolo auch aus Spanien. Leider ist der dort aber sehr sehr süss und die Früchte sind fast alle kandiert. Geht nicht so wirklich an mich. Dein Kuchen sieht toll aus !!

    AntwortenLöschen

Vielen Dank für Deine Nachricht.

Hinweis;
Ich behalte mir vor Spam, Beleidigungen und Blablabla ohne Vorwahnung zu löschen.

Hier schau ich gerne vorbei:

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...