Dienstag, 10. März 2015

Wenn es mal schnell gehen muss - Prasselkuchen

Von meinem Wochenende auf dem Foodbloggercamp in Reutlingen hatte ich am Sonntag noch einen fertigen Hefeteig übrig. Da sich spontan Besuch angemeldet hat und nicht viel Zeit zum Vorbereiten war, entstand dieser Kuchen. In der Regel hat man alle Zutaten zuhause.

Streusel, Zwetschen, Walnüsse

Prasselkuchen kann man mit Blätterteig, Mürbeteig oder auch Hefeteig zubereiten. Auch die Marmelade oder Mus kann nach belieben variiert werden. Die Zubereitungs- und Backzeit sind relativ kurz.
Prasselkuchen 

Streusel, Zwetschen, Walnüsse

Zutaten: 
Fertigen rechteckigen Hefeteig * 250 gr Zwetschgenmus * 1 TL Zimt * 125 gr weiche Butter * 220 gr Dinkelmehl * 120 gr Vollrohrzucker * 100 gr gehackte Walnüsse * 2 EL Zitronensaft * 100 gr Puderzucker

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Den Hefeteig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Den Zwetschgenmus mit einem Löffel auf den Teig verteilen.

Streusel, Zwetschen, Walnüsse

Zimt, Butter, Mehl und Zucker in eine Schüssel abwiegen und mit den Händen zu Streusel kneten.  Die Streusel auf den Zwetschgenmus streuen und anschließend die gehackte Walnüsse.

Im Backofen ca. 20 Minuten backen.

Nach dem Auskühlen den Zitronensaft mit dem gesiebten Puderzucker vermengen. Den Zitronenguss auf den Kuchen grob verteilen.

Streusel, Zwetschen, Walnüsse

Einfach, oder?

Alla, machs gud!


Sonntag, 8. März 2015

Ich habe es wieder getan!

Nur dieses Mal in Reutlingen.

Es ist ja noch gar nicht so lange her, da war ich in Berlin. Letztes Wochenende reisten etwa 80 Foodblogger ins Schwabenländle. Nein nicht zum Spätzle essen, oder sagen wir es so, nicht nur!

Grund für das Zusammenkommen war das 3. FoodBloggerCamp, welches Jan und Melanie wieder auf die Beine gestellt haben. Schauplatz war dieses mal das kuschelige Cooking Concept mit seinem Hausherr Marcus Schneider. Unfassbar wie ruhig Marcus mit uns geblieben ist. Ich würde ausrasten, wenn jemand meine Küche so durcheinander bringen würde. Super Unterstützung gab es auch noch vom Auszubildender des Jahres Jan


Marcus Schneider / Frisch gebackenes Brot / Schwarzwald Miso / Villeroy & Boch / Brownies mit Matcha 


Unter den Hashtag #fbcr15 findet Ihr bei Twitter und Instagram viele Bilder und Kommentare.

Wenn man schon ein paar Barcamps besucht hat, besteht die Gefahr, das man nichts mehr neues hört. Das ist aber definitiv nicht so. Es waren so tolle Sessions wieder dabei und oft hatte ich Schwierigkeiten mich zu entscheiden, welche ich besuchen sollte. Einiges hätte ich mir sehr gerne noch angeschaut. Also aufs zum nächsten Barcamp, ob in Berlin, München und/oder Köln!



Ich werde Euch jetzt nicht jede einzelne Session beschreiben, dazu gibt es schon einige Berichte von Bloggerkollegen (die Liste wird fortgeführt).

Der Unterschied zu Berlin war, hier in Reutlingen gab es FLEISCH, sehr viel davon und was für leckeres. Ein paar kulinarische Highlights waren die gegrillte Dry Ages Steaks und Maispoularde vom Grillson, Schweinebauch Sous Vide, Wildschweinsbratwürste von Werner kocht Wild, Schwäbische und Hessische Burger von Sandra und Ina, etc. Es wurde fleissig gekocht und gebacken, soviel das es genug zum Mittag- und Abendessen gab. Und ja auch zum Frühstück und für die Zwischenmahlzeiten war bestens gesorgt. Eigentlich lief man ständig schmatzend durch die Gegend.

Äh ja am letzten Bild sieht man, was ein gegrilltes Steak bei Foodies auslöst! 


Einen Heidenspaß hatte ich bei der Session "Komme ich jetzt ins Fernseher" mit Julia / Hädecke Verlag und Jens / kochhelden.tv. Zuerst berichtete Jens von seiner TV-Erfahrungen und im Anschluss zeigte uns Julia ein paar Atem- und Lockerungsübungen. Nebenbei wurde, na klar, gekocht.

Jens von kochhelden.tv / Julia von Hädecke Verlag




Schön waren die zwei Tage und wieder einmal viel zu schnell vorbei. Es war toll so viele befreundete Blogger wieder zu sehen und neue kennenzulernen.

Ach ja aus den restlichen mitgebrachten Lebensmitteln, welche der altbekannte Marktschreier Marcus am Ende des Camps verteilt hat, habe ich am Montag eine Spätzlepfanne mit Spinat, Tomaten und Ziegenkäse gekocht.


Ein dickes fettes Dankeschön an die Organisatoren, an Marcus und sein Team, an alle Blogger für Ihre gehaltene Sessions und auch an die tollen Sponsoren.

Alla, machs gud!


Mittwoch, 4. März 2015

Alice Waters - The Art of SIMPLE FOOD (Rezension) daraus gekocht Hühnchenschmortopf mit Karotten und Koriander

Wir waren gerade in unser Haus eingezogen. Es standen noch Umzugskisten zum Auspacken rum. Es ist ein altes Haus das komplett um- und angebaut worden ist. In der Küche befindet sich ein Ausgang auf die Rückseite des Hauses zum Garten. An dieser Treppe ist ein kleines Fleckchen Erde. Schon während der Bauphase wusste ich, hier entsteht ein Kräutergarten. 

So ist es nicht verwunderlich, dass ich kurz nach dem Umzug mein kleines Gärtchen herrichtete. Ich entfernte die vielen Steine und den Sand, füllte es mit Erde auf und baute mit Steinen einen Rand. Aus dem Gartencenter besorgte ich mir Petersilie glatt und kraus, Schnittlauch, Thymian, Rosmarin, Rucola, Majoran, zweierlei Minze und pflanzte sie zuhause ein. 

Ich verstehe Alice Waters. Im Hinterhof Ihres kalifornisches Gourmet-Restaurants Chez Panisse in Berkeley gestaltete sie einst ihr eigenen Salatgarten. Mittlerweile ist der Salatgarten auf einen Bauernhof umgezogen, jedoch findet man heute im Hinterhof immer noch Kräuter. Ohne Beete könnte Alice nicht leben! 

Eines habe ich mit Alice gemeinsam. Auch meine Eltern haben in ihrem Garten Gemüse, Kräuter und Obst selber angepflanzt und zwar soviel wie wir als Familie verbraucht habe. Einiges wurde für die Wintermonate eingefroren oder eingemacht. Ja und auch ich liebe es beim Kochen direkt aus dem Garten die frische Kräuter zu ernten. 

Zurück zu Alice. Ihr Restaurant eröffnete sie im Jahr 1971 mit dem Konzept jeweils ein einziges, täglich wechselndes Menü zu einem Festpreis anzubieten. Den hohen Bedarf an frische und saisonale Zutaten sichern die lokalen Landwirte. Regionalität wird hier groß geschrieben. Im Jahr 1980 eröffnete das Café im Obergeschoss von Chez Panisse mit einer offenen Küche, einem Pizza-Holzofen und Speisen á la carte. Ferner ist sie Vizepräsidentin von Slow Food International und Autorin von 10 Büchern. Eines ihrer Kochbücher wurde nun ins Deutsche übersetzt. Es wurde darauf geachtet, das alle Pflanzen auch in Europa lieferbar sind. 

Diese deutsche Erstveröffentlichung The Art of Simple Food: Rezepte und Glück aus dem Küchengarten* liegt mir nun hier vor. Insgesamt über 435 Seiten geballtes Wissen über die Zutaten und ihre Rezepte. Aufgelockert durch feine schwarz-weiss Zeichnungen, sind die Rezepte nach dem Jahreslauf aufgebaut. Es besteht aus zwei Teilen: „Geschmack als Inspiration“ und „Vom Samenkorn zur Samenernte“. 



Die Zutaten stehen nicht, wie üblich, aufgelistet zu Beginn, sondern verbergen sich fettgedruckt in der Zubereitung. Die Zutaten sind einfach zu bekommen, wenn sogar nicht aus dem eigenen Garten geerntet werden kann. Spielt man mit dem Gedanken seinen eigenen Garten anzulegen, so erfährt man im 2. Teil alles was man dazu braucht. Es ist quasi ein Koch- und Gartenbuch.




Die Rezepte sind nicht kompliziert und sie lassen sich einfach nach kochen. Oft findet man noch zusätzliche Informationen und Variationen. Aus dem Kochbuch nachgekocht habe ich

Hühnchenschmortopf mit Karotten und Koriander

Dabei habe ich den Vorschlag, auch Pastinaken zu verwenden, umgesetzt.


Es fasziniert mich. Und ich weiß auch warum. Alice Waters beeinflusste unter anderem Nigel Slater und Jamie Oliver mit ihrer besonderen Wertschätzung für die Zutaten. Ich habe bereits mehrfach davon berichtet, wie sehr ich Nigel Slater schätze und ich stelle fest, das es Ähnlichkeiten gibt. Also kein Wunder das ich auch von diesem Kochbuch begeistert bin. 

Alla, machs gud!





Netterweise wurde mir das Buch für meine Rezension vom Prestel Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Text wurde von mir selber verfasst und gibt meine eigene Meinung wieder.

*Affiliate-Link
Sonntag, 1. März 2015

Auf dem weltbestem Pizzateig tummeln sich Wurzelgemüse

Ehrlich gesagt, wollte ich nie Pizza selber machen. Denn Pizzateig bedeutet, ich muss Hefe verwenden. Und damit stehe ich auf Kriegsfuß.

Jetzt habe ich für mich aber das perfekte Rezept gefunden, was immer gelingt und dazu auch noch wie beim Italiener um die Ecke schmeckt.

Ich gehöre ja zu den Menschen, die ihre Pizza gerne mit Gemüse belegt. Schinken und Salami mag ich nicht, Thunfisch geht gar nicht und bei Krabben laufe ich weg. Also packen wir die Pizza winterlich ein und ich zeige Euch wie bunt es sein kann.

Pizza mit Wurzelgemüse

Pastinake, Möhre, Rote Beete, Pizza, selbermachen, Italien, Winter, Wurzelgemüse

Zutaten für den Pizzateig (reicht für 3 Personen): 

250 ml lauwarmes Wasser * 420 gr Dinkelmehl * 40 gr Hefe * 10 gr Salz * 10 ml Olivenöl * 1 Prise Zucker

Das Wasser in eine Schüssel geben und darin die Hefe, Olivenöl, Salz und Zucker auflösen. Das Mehl hinzugeben und zu einem glatten Teig kneten. An einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen.

Noch einmal durchkneten und 2 Tage zugedeckt im Kühlschrank ruhen lassen.

Pastinake, Möhre, Rote Beete, Pizza, selbermachen, Italien, Winter, Wurzelgemüse

Zutaten für den Belag einer Pizza: 

4 El Pizzatomaten mit Kräuter * etwas frischen Thymian * 1 Möhre * 1 geschälte und vorgekochte Rote Beete * 1 Pastinake * 1 Lauchzwiebel * 100 gr Ziegenfrischkäse * ein paar Scheiben Chouriço ein paar bunte Salatblätter * frisch gemahlenen Pfeffer

Pizzateig dritteln und auf Backpapier ausrollen. Die Pizzatomaten mit einem Löffel auf den Teig verteilen. Thymian fein hacken und auf die Tomaten streuen. Die Rote Beete in Scheiben schneiden und damit die Pizza belegen. Die Möhre, Pastinake und Lauchzwiebel schälen, in feine Scheiben schneiden und ebenfalls auf die Pizza geben. Den Frischkäse in Flöckchen darauf verteilen und zum Schluss noch die Scheiben Chouriço. 

Im vorgeheiztem Backofen bei 200 Grad ca. 20 Minuten backen. 

Die fertige Pizza aus dem Ofen nehmen, die Salatblätter darauf verteilen und mit frischgemahlenen Pfeffer würzen. 


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Pizza selber backen ist nun wirklich einfach und für uns perfekt da jeder seine Pizza nach eigenem Gusto belegen kann. Mann liebt Thunfisch und Zwiebeln und Frl. S freut sich über ganz viel Mais.

Und wie belegt Ihr Eure Pizza?

Alla, machs gud!


Freitag, 27. Februar 2015

Urban Jungle Bloggers: hanging planters

Das Thema im Februar war ja eine kleine Herausforderung für mich. 

Im ganzen Haus findet man bei uns kaum etwas an der Wand. Nur zur Weihnachtszeit hänge ich ein paar Sterne in einer Ecke im Wohnzimmer. Nun sollen meine Pflanzen hängen? 

Ich bin froh, daß das Thema jeden Monat früh bekannt gegeben wird. So habe ich genug Zeit mir was passendes zu überlegen. Mir war von Anfang an klar ohne etwas selber zu machen wird das wohl nichts werden.  Oder hätte es ein hängender Efeu getan? 

Und diese Woche im Baumarkt kam die spontane Eingebung. In der Bäderabteilung - klar oder? 

Ihr benötigt: 
Kupfer Bogen 90°, 22 mm - oder was Euch gefällt * Zwirn z.B. von Garn und Mehr * Pflanzen - hier sind es Tillandsie * Masking Tape 


Kennt Ihr Tillandsie? Bisher hab ich in meiner Nähe nur ein Gartencenter entdeckt, der diese pflegeleichte Zimmerpflanzen im Sortiment hat. Sie brauchen viel Licht, aber keine direkte Sonne. Optimale Zimmertemperatur liegt bei ca. 16° C. Dazu eine hohe Luftfeuchtigkeit. Hierfür regelmäßig mit kalkfreiem Wasser einsprühen. Und das ist alles - einfach oder? 


Zurück zum DIY - einfach vom Zwirn 60 cm abschneiden. Durch den Kupfer Bogen führen und verknoten. Die Knotenenden im Kupfer Bogen verstecken. In beiden Kupfer Bogen jeweils eine Tillandsie stecken und mit Hilfe von Masking Tape aufhängen - FERTIG! 



Übrigens gibt es über 550 bekannte Arten. Sie gehört zur  Gattung Bromelien, wie auch die Ananas. Man unterscheidet zwischen Grauen und Grünen Tillandsien. So kommt die Graue Tillandsie ohne Erde aus. Sie sind sogenannte Aufsitzerpflanzen auf Bäumen, Felsen und Kakteen. Die Grüne Tillandsie wurzelt in Erde. Die Herkunft liegt im subtropischem und tropischem Amerika. 

Noch ein Tipp: Wer mag kann diese Pflanzen auch auf Steine oder Äste kleben. 



Zu dieser Aktion URBAN JUNGLE BLOGGERS haben übrigens Igor (Happy Interior Blog) und Judith (JOELIX.comaufgerufen. Auf Facebook und Pinterest findet Ihr noch weitere tolle Inspirationen. 

Alla, machs gud!


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