VOLLE LOTTE | Food, Wine and Travel Volle Lotte: Juli 2015

Mittwoch, 29. Juli 2015

Sommerfest im Rheingau

"Es ist besser, zu genießen und zu bereuen, als zu bereuen, dass man nicht genossen hat" Ralf Frenzel, Verleger vom Tre Torri Verlag zitiert hier den italienischer Schriftsteller und Humanist Giovanni Boccacio, der mit seinem Zitat über Genuss spricht. Passender kann dieser Abend nicht beschrieben werden. Wer hier nicht genießt, wird es definitiv bereuen.

Mit dem Weingut Robert Weil in Kiedrich, Rheingau hat das Fest schon einmal den passenden Rahmen gefunden. Wilhelm Weil könnte kein besserer Gastgeber sein und sein Weingut lädt mit seinem Garten, der Terrasse mit Blick auf den Turmberg und seine Reben direkt zum Sommerfest ein. Und bitte, wo sonst könnten die ganzen Maseratis im Innenhof so toll zur Schau gestellt werden, wenn nicht hier? Das ich großer Fan von seinen Rieslingen bin, ist kein Geheimnis, das habe ich ja bereits mehrfach in meinen Berichten kundgetan. 


Robert Weil, Weingut, Rheingau, Riesling, Fine, Tre Torri Verlag, Wiesbaden, Wein
  
Insgesamt 600 Gästen verteilten sich auf dem Weingut. Mit dabei waren etliche Winzer von den besten Weingütern in Spanien, Frankreich, Italien, Österreich, Deutschland, Argentinien, USA und Neuseeland. Mit im Gepäck hatten sie eine Auswahl ihrer Spitzenweine, die uns Gästen glänzende Augen und strahlende Gesichter vor lauter Glück und Zufriedenheit bescherten. Die Weineliste war wie folgt:  

Frankreich 
2012 Sirène de Giscours, Château Giscours 
2009 Imperiale Saintayme, Château L’Eglise-Clinet  
2006 DMG Saintayme, Château L’Eglise-Clinet  
2009 Frank Phélan, Château Phélan Ségur 
2011 Cotes-Du-Rhone "Mon Cœur", Domaine Jean.Louis Chave 
2009 Saint-Joseph "Offerus", Domaine Jean.Louis Chave 

Italien
2011 Cavalli, Tenuta Degli Dei 
2013 Riserva Kirchegg, J. Hofstätter 
2014 Vette di San Leonardo, Tenuta San Leonardo 
2012 Luce, Luce 
2012 Lucente, Luce 
2012 Terra die Monteverro, Monteverro Toscana 
2011 Cabernet Sauvignon, Omina Romana 
2013 Le Difese IGT, Sassicaia Tenuta San Guido 
2002 Guidalberto IGT, Sassicaia Tenuta San Guido

Spanien 
2010 Selección Especial, Abadia Retuerta 
2011 Condado de Haza Crianza, Alejandro Fernández Grupo Pesquera 

Österreich
2013 Riesling Smaragd "Hochrain", Weingut Franz Hirtzberger 
2014 Czamilla Sauvignon Blanc, Weingut Polz 

Deutschland
2014 Würzburger Stein Silvaner Qualitätswein trocken VDP. Erste Lage, Bürgerspital Würzburg 
2013 Weisburgunder "S", Weingut Dautel 
2014 Dönnhoff Tonschiefer Riesling trocken, Weingut Dönnhoff 
2014 Centgrafenberg Riesling, Weingut Fürst 
2013 Westhofener Riesling trocken VDP. Ortswein, Weingut Groebe 
2014 Brauneberger Riesling Kabinett, Weingut Fritz Haag 
2013 Leutesdorf Sauvignon Blanc trocken, Weingut Josten & Klein 
2014 Rödelseer Küchenmeister Silvaner VDP. Erste Lage, Weingut Juliusspital 
2013 Wiltinger Riesling trocken VDP. Ortswein, Weingut Reichsgraf von Kesselstatt 
2013 Graacher Riesling trocken VDP. Ortswein, Weingut Dr. Loosen 
2014 Birnauer Müller-Thurgau trocken VDP. Ortswein, Weingut Markgraf von Baden 
2013 Spätburgunder "S", Weingut Meyer-Näkel 
2014 Weissburgunder VDP. Gutswein Kabinett trocken, Weingut Schloss Proschwitz 
2012 Graacher Himmelreich Riesling Kabinett, Weingut Joh.Jos.Prüm 
2014 Kiedrich Turmberg Riesling trocken VDP. Erste Lage, Weingut Robert Weil 
2014 Saarburger Riesling feinherb VDP. Ortswein, Weingut Forstmeister Geltz Zilliken 

Argentinien
2013 Barda Pinot Noir, Bodega Chacra 
2012 Terrazas Malbec, Terrazas de los Andes 

USA
2005 Cabernet Sauvignon Estate, Chateau Montelena Winery 

Neuseeland
2014 Sauvignon Blanc, Cloudy Bay 


Robert Weil, Weingut, Rheingau, Riesling, Fine, Tre Torri Verlag, Wiesbaden, Wein

Abgerundet wurde das Ganze mit köstlichen Leckereien wie Beef Brisket und heißes Pastramie vom amerikanischen Prime Beef aus dem Eichenrauch, Iberischer Schweinerücken mit Honig-Rosmarin-Marinade aus dem Kirchrauch, Dry aged Beef (6 Wochen salzkammergereift), Pulled Pork Burger mit hausgemachter BBQ Sauce und Cole Slaw zubereitet von der Metzgerei David gemeinsam mit David Pietralla, überladenes Vorspeise- Salat-, Beilage-, Käse- und Brotbüffet. Wer dann noch Lust hatte, bzw. Platz in der Magengegend, konnte sich ein oder mehrere Eiskugeln der Sorte Riesling, Schokolade, Blutorange, etc. am Stand von N-Eis - Das Neustadteis abholen. 


Robert Weil, Weingut, Rheingau, Riesling, Fine, Tre Torri Verlag, Wiesbaden, Wein


Es war ein sehr gelungener und unvergesslicher Abend mit kulinarischen Glücksmomente und spannende Gespräche und ja, ich hoffe sehr auf eine Wiederholung im Jahr 2016. Ach ja und sei es mir im Nebensatz erwähnt, auch das Wetter war perfekt!  

Bis bald!


Sonntag, 26. Juli 2015

Südhessicher Kirschenmichel mit selbstgemachter Vanillesoße // Ich backs mir im Juli

Endlich sind sie wieder da und leuchten bei Sonnenstrahlen herrlich rötlich vom Baum. Prall gefüllt, glänzend hängen sie im Grün. Als Kind kann man fast nicht anders als hochzuklettern und ein paar Früchte zu ernten.  Ja auch heimlich aus Nachbarsgarten. 

Ein tolles Thema was sich Clara für diesen Sommermonat Juli sich ausgedacht hat – KIRSCHEN! Ich bin gespannt mit welchen leckeren Rezepten dieses Mal die Tafel gefüllt wird. Ich stelle auf jeden Fall meinen südhessischen Kirschenmichel mit feiner selbstgemachter Vanillesoße dazu. Ein kleiner Tipp noch zum Entkernen: einfach die Kirschen ein paar Minuten in den Gefrierschrank stellen, dann lässt sich der Kern einfacher lösen.

Kirschenmichel mit selbstgemachter Vanillesoße

Kirschenmichel, Vanillesoße, Oma

Zutaten:
500gr Kirschen, süß * 6 Brötchen vom Vortag * 4 Bio-Eier * 0,5l + 0,5l Milch * 1 Msp. Zimt * 1 Teelöffel gemahlene Vanille * 100gr + 100gr Vollrohrzucker * 3 EL Butter * 3 EL gehackte Mandeln * Puderzucker zum Bestäuben * 1 Vanilleschote * 6 Bio-Eigelb


Kirschenmichel, Vanillesoße, Oma

Die Kirschen waschen, entstielen und entkernen.

Die Brötchen halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Die Eier mit 0,5l Milch, Zimt, gemahlene Vanille und 100 gr Vollrohrzucker in eine große Schüssel geben und gut miteinander verquirlen. Die Brötchen dazugeben und vermischen. Die Brötchen sollten gut mit der Eiermilch voll gesaugt sein.
Den Backofen auf 160 Grad vorheizen.

Eine große Auflaufform mit 1 EL Butter ausfetten. Die Kirschen zu den Brötchen in der Schüssel geben und miteinander vermengen. Die Masse in die Auflaufform geben und mit den Mandeln bestreuen. Die restliche Butter in kleine Flocken darauf verteilen. In den Ofen ca. 1 Std. goldbraun backen.

In der Zwischenzeit bereitet man die Vanillesoße zu. Dafür 0,5l Milch in einem Topf zusammen mit der Vanilleschote erwärmen. Eigelb und 100gr Vollrohrzucker in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät verquirlen. Sobald die Milch kocht die Vanilleschote rausnehmen und den Mark aus der Schote kratzen. Zu der kochenden Milch geben. Langsam die Vanillemilch zur Eigelb-Zuckermasse geben und rühren. Zurück in den Topf gießen und unter ständigem Rühren erhitzen. Solange Rühren bis die Vanillesoße eindickt. Etwas abkühlen lassen, dabei aber immer mal wieder rühren damit keine Haut sich bilden kann.

Den Kirschen-Michel aus dem Ofen nehmen, mit Puderzucker bestäuben und zusammen mit der Vanillesoße genießen.


Kirschenmichel, Vanillesoße, Oma

Mein Beitrag für den Monat Juli von:
  
Schaut mal auf der #ichbacksmir Board bei Pinterest vorbei hier gibt es die ganze Tafel zu sehen.

Bis bald!


Donnerstag, 23. Juli 2015

Wiederholungstäterin beim Vinocamp 2015

Schon im letzten Jahr war ich dabei. Endlose 12 Monate habe ich genau auf dieses eine Wochenende im Jahr gewartet und wie schnell war es dann wieder vorbei. Bekannte und neue Gesichter sehen, nette Gespräche, hitzige Diskussionen,  neue und alte Geschmackseindrücke erleben, viel Wissenswertes sammeln, Informationen austauschen und vernetzen.  Ein Vinocamp steht und fällt mit den Teilnehmer, stimmt das habe ich verstanden. Dennoch fehlte mir noch etwas der Mut für eine eigene Session, aber alle gute Dinge sind drei und mir bleiben ja jetzt zwei Jahre zur Vorbereitung und um mir Mut anzutrinken. Sinnvoll genutzt werden soll die lange Wartezeit bis zum nächsten Vinocamp, so dass bereits die Planungen für regionale Camps in Rheinhessen, Rheingau und Baden angelaufen sind. 

Geisenheim, Barcamp, Verkostung,


Es sind so viele Eindrücke, die man an so einem Wochenende vermittelt bekommt.  Es braucht ein paar Tage um das alles zu verarbeiten. Grandios war der Start bereits für alle Frühanreisende am Freitag auf Schloss Johannesberg inklusive Kellerführung mit Blick in die Weinbibliothek  und Verkostung im Wein-Cabinet, durchgeführt durch Christian Witte. Das geschichtsträchtige Traditionsweingut ist alleiniger Besitzer der 35 ha großen Lage, die sicherlich zu den besten im Rheingau gehört und in der ausschließlich Riesling angebaut wird.

Schloss Johannisberg, Riesling, Geschichte, Verkostung, Weinkeller


Am Samstagmorgen startet das eigentliche Vinocamp. Ich kenne keine Veranstaltung in der man in nur 48 Stunden so ein großes Spektrum abarbeitet. Angeboten wurden Session über Uhudler , Craft BeerBienenSEOKaffeeReblausVDP KlassifizierungFood PhotographieKirschessigfliegeFood- und Weinpairing, etc. wie auch noch die ganzen Soziale Weinproben Weinland BurgundWeine aus Klöstern, Kirchen, Stiftungen, Sozialprojekten und anderen sozialen BetriebenSparkling Red WineWeinland WürttembergGemischter SatzMonopollagen und Sherry. Krönender Abschluss und eine unheimlich einzigarte Erfahrung konnten alle Teilnehmer am Sonntagmorgen im großen Hörsaal erfahren. Caro Mauer führte eine Blindverkostung mit 11 Pinot Noirs aus 11 Ländern mit uns durch. Es gab viel Gesprächsstoff im Anschluss und bei einem Glas Sekt, gemeinsam mit der Weinprinzessin, konnte auch dieser Tag sehr erfolgreich beendet werden.

Bordeaux, Verkostung, Barcamp


Craft Beer, Verkostung


Pinot Noir, Spätburgunder, Caro Maurer, Verkostung, Blindverkostung

Und ich kenne keine Veranstaltung in der man solche Raritäten, Newcomer, Klassiker, Allrounder und Alleskönner zum Verkosten bekommt. Unglaublich was einige Teilnehmer organisiert bekommen und im Gepäck haben.  Mit großer Freude denke ich an den 1982er Vintage Sherry Palo Cortado Gonzales Byass oder an 2013er Bedrock oder an 2013er Qvinterra Gemischter Satz Kühling-Gillotoder an 2003er Bernkasteler Badstube Spätlese  Joh.Jos.Prüm zurück. Kein Wunder also das manch einer vor lauter Verzückung ins Singen übergeht.

1982, Vintage Sherry, Palo Cortado, Gonzales Byass, Sherry

Bis bald!


Samstag, 18. Juli 2015

Lissabon, meine Sehnsucht - Lisboa, minha saudade

Es ist ein kleines Land. Auf der linken Seite tobt der Atlantik und auf der rechte Seite hält Spanien das kleine Land fest. Ganz westlich, quasi am Ende der Welt und somit Ausgangspunkt für viele Entdeckungs- und Eroberungsfahrten in der Vergangenheit, liegt diese Stadt. Heute erinnert Padrão dos Descobrimentos (Denkmal der Entdeckungen) am Rande des Tejos, im Stadtteil Belém, an diese Zeit zurück. Alleine in diesem Teil der Stadt gibt es soviel zu erkunden. Da wäre das Kloster  Mosteiro dos Jerónimos mit der Parkanlage, in welche jede Braut Portugals gerne getraut werden will. Die Sarkophage beherbergt wichtige Persönlichkeiten wie der Dichter und Schriftsteller Fernando Pessoa, der Seefahrer und Entdecker Vasco da Gama und der bedeutendster Dichter Luís de Camões. Da wäre die Torre de Belém (Turm von Belém) welche an die glanzvolle Zeit der Seefahrer und Handel erinnern soll. Seitlich in einer Strasse findet man auch die Pastelaria mit den über die Grenze hinaus bekannten Pasteis de Belém. Diese kleine süssen Törtchen aus Blätterteig gefüllt mit einer Creme aus Eigelb, Zucker und Sahne schmecken so paradiesisch. 

westlicher Punkt Europa, Leuchtturm, Lissabon, Lisboa, Sehnsucht, Saudade, Fado, Reiseführer, Städtereise, Portugal


LISSABON, meine Sehnsucht 

Es ist genau diese Stadt von welcher ich rede und die nun die Illustratorin Alexandra Klobouk auf Ihrer charmanten und humorvoller Art und sicherlich im Sinne der Kulturvermittlung in einem Buch zusammengefasst hat. Alexandra Klobouk ließ sich auf die Stadt ein, lebte und arbeitete dort und brachte nun viele Erlebnisse, Eindrücke, Anekdoten  und Kuriositäten mit. Lissabon - im Land am Rand: Lisboa - num país sempre à beira* ist ein Sammelwerk, Geschichtsbuch, Stadtführer, Bilderbuch, Gedichtband und weckte eine grosse Sehnsucht zu dieser Stadt. Ich trage sie bereits in mir und ich bin mir sicher, diejenigen, die dieses Buch in der Hand halten und darin blättern, werden umgehend an Koffer packen denken.   

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Ja die Stadt sollte man zu Fuss erkunden. Ohne Ziel einfach los laufen und irgendwann kommt man an. Es ist vielleicht nicht genau der Ort, wo man geplant hat hinzu gehen, aber das ist auch nicht wichtig. Es ist das was man unterwegs erlebt, teilweise in den kleinen verwinkelten Gassen. Weit oben hängen auf der Wäscheleine die Hemden zum Trocknen, unten an der Fassade strahlen die typischen handgemalten Fliesen "Azuleijos" und aus den Fenstern tönt die traurige nach Sehnsucht klingelte Musik "Fado". 

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Für so eine Tour ist dieses Buch gemacht. Ein Wegbegleiter für lá no alto (ziemlich weit oben) und lá no baixo (ganz unten). Es erzählt über die Geschichte, das Bier, den Bacalhau (Stockfisch), die Erdbeben, dem Fado, der Kaffee, der Portwein, die Sprache, die Namen, die Stadt, die Straßenbahnlinie, die Lisboetas (Bewohner Lissabons) und vieles weitere. Auf 120 Seite in deutsch und portugiesisch geschrieben und untermalt mit ausdrucksstarken Zeichnungen ist es eine Liebeserklärung an die Hauptstadt Portugals. 

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Wer sich auf diese Stadt einlässt und in das Leben dort eintaucht, wird beim Heimkehren die Sehnsucht in sich spüren. 

Até breve em Lisboa!
Bis bald in Lissabon!





Netterweise wurde mir das Buch für meine Rezension von Viel und Mehr kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Text wurde von mir selber verfasst und gibt meine eigene Meinung wieder.
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Mittwoch, 15. Juli 2015

Der Franzose in Frankfurt am Main – Mon amie Maxi (Rezension)

Da läuft man immer mal wieder an der Villa May vorbei und bestaunt die einladende Karte vor dem Eingang, mit dem Vorsatz, hier irgendwann dinieren zu gehen. Wie das aber meistens so ist, wird das immer wieder nach hinten verschoben. Bis zu dem Tag in der eine Einladung im Posteingang liegt. Unfassbar endlich sollte es soweit sein. 

Brasserie, Frankfurt am Main, Essen gehen, französisches Restaurant, Austern, Franzose, Kochbuch, Tre Torri Verlag, Wiesbaden

Über ein paar Stufen geht es in die beindruckende Halle der Villa in das Mon amie Maxi eine französische Brasserie und Austernbar. Es gehört, wie schon der Ivory Club, die Steakhäuser Surf N Turf und M-Steakhouse, zur MOOK GROUP.  Christian Mook lehnt sich mit seinem Konzept an die Brasserie-Klassiker „La Coupole“ in Paris und dem „Balthazar“ in New York an und setzte sich gemeinsam mit dem Chefkoch Frank Möbes das Ziel, die vergessenen Klassiker der französische Küche nach Frankfurt zu holen, dabei spielt Nose to tail, also von der Schnauze bis zum Schwanz, eine wichtige Rolle.  Imposant erblickt man beim Betreten des Restaurant auf die Kuppel, die ganz klassisch eingedeckte Tische mit den Rundholzstühlen,  die Bar à l’américaine, die offene Raw-Bar gefüllt mit diversen Meeresfrüchten und Austern bis hin zur Küche. 

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Es herrscht ein reges Treiben. Schneller als ich gucken konnte, hatte ich ein Glas Perrier-Jouet Grand Brut mit feinster Perlage  in der Hand, schüttelte Hände und hielt Smalltalk. Die Kellner balancieren auf ihre Tabletts den Amuse Bouche bestehend aus Canapés mit Gänsestopfleber-Terrine und Steak Tatar. Alles wirkt unkompliziert.

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Uns war bis dahin nicht klar, was wir an diesem Abend kulinarisch erleben sollten. Es waren insgesamt 9 Gänge von Poivrons marinés à l'huile d'olive (Marinierte Paprika mit Olivenöl und Knoblauch), Oeuf Mayonnaise (Gefüllte Bio-Eier mit Mayonnaise), Salade de fruits de mer, avocat et vinaigrette (Meeresfrüchte-Salat mit Avocado und Kräutervinagraitte), Brandade de morue avec sauce remoulade (Krosse Fischkrapfen mit Remoulade), Huitres casino (Austern Casino gratiniert mit krossem Speck), Boullabaisse (Provenzalische Fischsuppe mit Rouille und Brotchips), Saumon <Label Rouge>, Épinard à la crème (im Lavendelhonig marinierter Lachs "Label Rouge" mit Crèmespinat) Joues de boeuf à la bourguignonne (Ochsenbäckchen à la Bourguignonne mit Kartoffelpüree bis hin zu Millefeuilles aux framboises (Blätterteig mit Vanillecrème und Himbeeren). Perfekt abgerundet wurde das Menü mit den vom Sommelier ausgewählten Weinen wie 2013er Bourgogne Chardonnay Domaine Bernard Moreau Champagne Montrachet Burgund, 2011er Riesling "Kalkmergel" Weingut Knipser Pfalz oder 2011er Terre di San Leonardo Tenuta San Leonardo Trentino Italien.

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Ich habe keine Ahnung wie ich Euch diese Geschmacksexplosionen erklären sollte und bin daher sehr froh, das der Tre Torri Verlag diese und viele weitere Gerichte in einem Kochbuch zusammen gefasst hat. Mon Amie Maxi: Die besten Brasserie-Rezepte* ist ab nächster Woche erhältlich und wer jetzt denkt "Oh nein nicht noch ein Kochbuch", dem sei gesagt, das es sich hier nicht nur um ein Standardwerk handelt. So wird man vom Einkauf, die Teambesprechung, Mise en place, die Küche, der Service, der Pass, die Produktküche, den Business Lunch bis hinter den Kulissen einfach mitgenommen und dabei köstlich mit kleinen Anekdoten unterhalten.

Brasserie, Frankfurt am Main, Essen gehen, französisches Restaurant, Austern, Franzose, Kochbuch, Tre Torri Verlag, Wiesbaden


Beschwingt und glücklich verlasse ich an diesem Abend die Brasserie, froh das ich mich auf diese Reise begeben habe. Dankbar für die Einladung von Tre Torri Verlag und die sehr unterhaltsame Gespräche an unserem Tisch u.a. mit Astrid Paul (btw. auf ihrem Blog findet Ihr einen weiteren Beitrag). Wohlverdient ist die Feierabendzigarette und die Flasche Bier der Küchenbrigade am Nebeneingang der Brasserie, welche ich beobachten konnte, auf den Weg zu meinem Parkplatz. 

Au revoir!





Netterweise wurde mir das Buch für meine Rezension vom Tre Torri Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Text wurde von mir selber verfasst und gibt meine eigene Meinung wieder. Bilder: © Manuel Debus
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Sonntag, 12. Juli 2015

12 von 12 (Juli 2015) - Mein heutiger Tag auf der Handmade Markt im Grünen

Beim herrlichem Sonnenschein war ich heute unterwegs auf der Handmade Markt im Grünen am alten Flugplatz in Frankfurt a.M. im Stadtteil Bonames. Wollt Ihr auch mal darüber schlendern? Kommt ich nehme ich mit...

#1 "Sauer macht lustig" Apfelessig - Dr. Höhl's BIOESS

Markt im Grünen, Handmade, Frankfurt am Main, Alter Flugplatz, Bonames





#2 Aus dem hohen Norden angereist Foodvibes

Markt im Grünen, Handmade, Frankfurt am Main, Alter Flugplatz, Bonames


#3 Schöne Aussichten

Markt im Grünen, Handmade, Frankfurt am Main, Alter Flugplatz, Bonames


#4 Total verliebt in die Beton-Buchstaben von Tonnenweise-Glück

Markt im Grünen, Handmade, Frankfurt am Main, Alter Flugplatz, Bonames


#5 Ein liebes Wiedersehen mit Andrea. Schaut unbedingt bei Quiltmanufaktur vorbei

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#6 Witzige Ideen aus Teppich 

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#7 Auch der Frankfurter Garten war dabei. Pssst hier finden auch tolle Flohmärkte statt 

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#8 Was lieb gewonnenes wieder gesehen.... Garn und Mehr

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#9 Ich liebe diese Sprüche und das Lettering von Format

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#10 Davon kann man auch nie genug bekommen.... 

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#11 Aus dem Schwabenland angereist sind Brezitella und Papillon - Die Mandelmanufaktur

Markt im Grünen, Handmade, Frankfurt am Main, Alter Flugplatz, Bonames


#12 Und das haben wir uns zum Schluss verdient - Frozen Yoghurt von Null Grad

Markt im Grünen, Handmade, Frankfurt am Main, Alter Flugplatz, Bonames




Weitere tolle Beiträge findet Ihr direkt bei Draussen nur Kännchen.

Bis bald!


Freitag, 10. Juli 2015

Kalifornien im Glas - Barefoot White Zinfandel

Ab April liebe ich die Freiheit an den Füssen. Weg mit den Socken und wo es nur geht laufe ich barfuß. Es tut den Füssen gut und es kann Spuren hinterlassen, nicht nur am Meer.

Das denkt auch die kalifornische Weinmarke BAREFOOT. Gegründet im Jahr 1986 präsentiert sie sich mit insgesamt fünf Weinen am Markt. Sie sind fruchtbetont, leicht zugänglich, günstig, unkompliziert, für jeden gedacht und vielfach ausgezeichnet. Die Kellermeisterin Jennifer Wall hat den Anspruch qualitativ hochwertige und zugleich bezahlbare Weine her zu stellen. Dabei geht man neue Wege. Die Marke wird durch sogenannte Barefoot-Botschafter, das können Künstler, Musiker oder Schauspieler sein, durch Mund-zu-Mund-Propaganda bekannt gemacht. Man findet sie dort wo auch die jungen, trendbewussten Menschen lokal zusammen kommen.    

Rosé, Sommer, Kalifornien, Wein

Jedoch sollen nicht nur Spuren in der Wein Welt hinterlassen werden. BAREFOOT engagiert sich für die Umwelt und für soziale Organisationen. Das können Aktionen für saubere Strände, Wasserläufe, Meere, Wälder und Berge sein oder auch Aktionen zum Thema Gleichberechtigung und Toleranz bei Homosexuelle, Lesben, Bi- und Transsexuelle. Sie unterstützen z.B. in Deutschland den Christopher Street Day und bekennen sich so offen zu dieser Gruppe.  

BAREFOOT WHITE ZINFANDEL ROSÉ 

Rosé, Sommer, Kalifornien, Wein


Alle Weine hier vorzustellen würde den Rahmen sprengen. Der spritzige und frische Barefoot White Zinfandel Rosé eignet sich perfekt für einen Frauenabend, Picknick, Party oder einen lauen Sommerabend auf der Terrasse. Eigentlich ein Solist, der, nach meinen Empfinden, höchstens mit einem Dessert harmonieren kann. Unglaublich süßer Aroma nach Erdbeere, Pfirsich und Ananas.

Rosé, Sommer, Kalifornien, Wein

Mir persönlich ist es zu "pappig", was sicherlich daran liegt, das ich gerne schwere, komplizierte, trockene Weine liebe. Jedoch ist dieser Wein genau das richtige für meine Mädels, nicht nur wegen der Farbe, und bei der nächsten Gelegenheit werde ich ihnen einen Cocktail mit diesem Wein anbieten. Viele Anregungen dazu findet man bei BAREFOOT direkt. 

Bis bald!





Freundlicherweise wurde mir der Wein für die Verkostung kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Beitrag wurde von mir selber verfasst und spiegelt meine eigene Meinung.

Samstag, 4. Juli 2015

Roggenbrötchen zum Wochenende

Was? Schon wieder steht das Wochenende vor der Tür?

Also nicht das ich mich hier beschweren will, jedoch habe ich gerade das Gefühl, das die Zeit rast. Endlich ist es Sommer und wir verbringen viel Zeit an der frischen Luft. Ja ich weiß einigen ist es zu warm. Ich vermisse aktuell nur das Meer. Das Wochenendespätstück ist nun von drinnen nach draußen verlagert worden. Und eh klar selbst gebackene Brötchen dürfen auch jetzt nicht fehlen. In der Regel bereite ich den Teig abends vor und morgens recht früh werden die dann gebacken. Wie wäre es mal mit....

Frisch gebackene Roggenbrötchen

Backen, Sonntag, Frühstück

Zutaten für ca. 10 Brötchen: 
250 gr Dinkelmehl * 250 gr Roggenmehl * 1 Prise Salz * 250 ml Milch * 1 Päckchen Trockenhefe * 1 Teelöffel Zucker

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und zu einem nicht zu klebrigen Teig mit Hilfe einer Küchenmaschine verkneten. An einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen. Unter etwas Mehlzugabe erneut durchkneten und den Teig zu Brötchen formen. Auf ein Backblech legen, zudecken und weitere 30 Minuten gehen lassen.

Backen, Sonntag, Frühstück

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Die Brötchen einschneiden, wer mag mit etwas Mehl bestäuben und im Backofen 20 Minuten backen.

Backen, Sonntag, Frühstück

Mein liebster Belag für diese Roggenbrötchen ist Landbutter mit Schwarzwälder Schinken. L-E-C-K-E-R! Wie würde Euer Brötchen aussehen?

Bis bald!


Hier schau ich gerne vorbei:

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